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Gestaltender Dialog mit dem Stein
 

Eine individuelle Entdeckungsreise in die Steinbildhauerei
Bildhauerei-Kurse in einer traditionsreichen Bildhauerei-Gegend
Im Baumberger Sandstein MuseumDas Baumberge-Gebiet ist ein traditionsreiches Abbaugebiet des Baumberger Sandsteins. Der Stein ist ein leicht zu formendes, von Bildhauern schon in vergangenen Jahrhunderten sehr geschätztes Material. Anfänger sowie fortgeschrittene Anfänger können in diesem Kurs hautnah die Bildhauerei-Tradition der Gegend erkunden: aktiv gestaltend am eigenen Stein und als Besucher der interessanten Orte rund um den "Baumberger". So wird (optional) ein heute noch betriebener Steinbruch besucht und während des gesamten Kurses besteht die Möglichkeit, das Baumberger Sandsteinmuseum mit seinen historischen, werkzeugkundlichen, geologischen und kunstwissenschaftlichen Ausstellungsobjekten zu begehen. Die bildhauerische Arbeit im ARTelier auf dem Gelände des Baumberger Sandsteinmuseums wird von erfahrenen Künstlern angeleitet.
Rohblöcke in einem Steinbruch in den BaumbergenDie Steinbildhauerei erfordert weder besondere Kraft, noch gestalterische Vorerfahrung. Mit der Bereitschaft, sich mit dem Werkzeug und Material auseinander zu setzen, sich traditionell entwickelte Techniken anzueignen und dem Mut, eigene Gestaltungswege zu suchen, sind wesentliche Voraussetzungen zum bildhauerischen Tun geschaffen. Gelingt es, bei einem flexiblen, bequemen Stand das Werkzeug locker zu halten, können sich Körper, Geist und Seele frei machen für Gestaltung. Der dialogische Prozess ist ein wichtiger Schritt zum Ziel einer fertigen Form: Hierbei entsteht die Form in der Regel erst beim Arbeiten, sie kann sich während des Arbeitens verändern. Selten verwirklichen die Teilnehmer genau das, was sie sich schon zu Hause erdacht haben. Denn die unmittelbare Wahrnehmung des Steins, kleine Veränderungen der Flächen ermöglichen neue Assoziationen und Ideen.

Der Stein wird immer wieder neu mit Augen, Händen, Werkzeug und Ohren "abgetastet", mit dem ganzen Körper erfasst und mit den inneren Bildern, Flächen, Figuren und Stimmungen in Übereinstimmung gebracht. So wird eben nicht nur Material "abgehauen", sondern schrittweise die eigene innere Vorstellung im Stein freigelegt.
Feste Bestandteile des Kurses (mit der gesamten Gruppe gleichzeitig begangen) sind
- basale Materialerfahrung über das Spalten roher Steine,
- das Erlernen der handwerklichen Basisfertigkeiten wie das Spitzen mit Fäustel
  und Spitzeisen und das Schälen mit Knüpfel und Schlageisen bzw. Zahneisen.

Die in der ersten Handhabung des Werkzeugs erreichten Fertigkeiten leiten über in eine Phase des weniger operationalisierten Arbeitens zugunsten individueller Gestaltungswege.
Die Teilnehmenden schreiten in den folgenden Schritten im eigenen Tempo zum fertigen Stein:
- Aussuchen eines Steins
- Vorstellungsentwicklung ausgehend vom rohen Stein
- Beginn des dialogischen Arbeitens, in dem das weitere Erproben der handwerklichen Techniken, die Schulung der Wahrnehmung von Flächen und deren Zusammenspiel und die individuelle Formfindung verankert sind: Schrittweises Vortasten zur dreidimensionalen Form.
- Das Schleifen des Steins bildet die letzte Arbeitsphase.
Unterstützt wird dieser Prozess von der fachkundigen Begleitung der KursleiterInnen. Hier wird bei Bedarf auch zum Modellieren oder Zeichnen angeregt. Wenn es gelingt, das Wechselspiel zwischen den gestalterischen Kräften, den eigenen und denen des Steins, geschehen zu lassen, wenn mehr und mehr plastisch wahrgenommen wird, sind die TeilnehmerInnen "mitten drin" - im bildhauerischen Tun.

Vorstellungen von Körpern werden erprobt, verworfen, variiert etc... Alles dreht sich mit Kursteilnehmerin mit fachlicher Begleitung durch unsere Kollegin Antonia HensmannHerz, Kopf und Hand um den "Stein", das "Bild" und die "Hauer". Jede Person findet den Weg zu ihrem Stein selbst.
Während des gesamten Kurses stehen die Teilnehmenden im regen Austausch, so dass sie sich gegenseitig inspirieren und unterstützen können. In der künstlerischen Begleitung wird immer wieder auf Hintergrundwissen rund um die Steingestaltung Bezug genommen.

Neue Ansichten formen sich...

 

 

 

 

 

 

Während des Aufenthaltes in den Baumbergen besteht die Gelegenheit, die Kunstwerke aus Baumberger Sandstein in der Umgebung, den aufgrund seines Natursteinbereiches überregional bekannten Havixbecker Friedhof und das Baumberger Sandsteinmuseum zu besichtigen und zu erforschen.

Diese Reise, für die man nicht weit fahren oder fliegen muss, bietet einen Einblick in die Bildhauerei mit allen Sinnen. Das eigene Gestalten im Stein kann mit dem am traditionsreichen Ort bereitstehenden Wissen verknüpft werden. Im Zusammenspiel der Einzelangebote birgt dieser Kurs vielfältige Erfahrungswelten am Stein. Im Dialog zwischen Stein und Mensch wird nicht nur der Stein "ge-bildet", sondern auch der Mensch. Das im Begriff "Bildhauerei" liegende Wort "hauen", das schnell mit Kraft verbunden wird, beschreibt nicht die Sanfheit, in der diese Form der "Gestaltung" in der Regel vor sich gehen kann.

Havixbeck, die Baumberge und das Münsterland haben einiges zu bieten und zu entdecken

Die Arbeitszeit im ARTelier erstreckt sich täglich über den Zeitraum von 11-18h. Das Cafe im Rabertshof auf dem Museumsgelände bietet angenehme Plätze, Speisen und Getränke zum Pausieren.

Material und Werkzeug werden gestellt, die Arbeit findet an überdachten Arbeitsplätzen im Freien statt.
Die Kurse finden mit einer Teilnehmerzahl von minimal zwei und maximal zehn Personen statt. Individuelle Terminabsprachen sind möglich. Nicht in der Kursgebühr enthalten sind Unterkunft, Verpflegung und persönliche Versicherung (Haftpflicht und Unfall).



Willkommen auf den Informationsseiten des ARTelier für Bildhauerei - WaldARTelier - ArtKom360, dem Netzwerk für Kunst und Kommunikation in Havixbeck. Wir freuen uns über Ihre Interesse an unseren Bildhauerkursen, Lehrer-Fortbildungsangeboten und Erinnerungszeichen und hoffen auf den folgenden Seiten, ausführlich Antworten auf Ihre Fragen geben zu können. Gern stehen wir Ihnen darüber hinaus zur Verfügung.